Unſer alieſter Sohn hieß Georg, nach ſeinem Oheim, der uns ſechszig tauſend Thaler nachge⸗ laſſen hatte. Unſer zweytes Kind, ein Madchen, war ich willens Gretchen taufen zu laſſen; meine Frau aber, die waͤhrend ihrer Schwan⸗ gerſchaft Romane geleſen hatte, beſtund darauf, ſie ſollte Olivia heiſſen. In weniger als einem Jahre darauf hatten wir eine zwote Tochter, und nun war ich entſchloſſen, die ſollte Gretchen genannt werden; da aber einer reichen Verwand⸗ tinn die Luſt ankam, das Kind aus der Taufe zu heben, ſo ward es auf ihre Anordnung So⸗ phie getauft, und damit hatten wir zwey poeti⸗ ſche Namen in der Familie; ich betheure aber hiemit aufs feyerlichſte, daß ich dabey keine Hand im Spiele gehabt habe⸗ Moſes war unſer dar⸗ auf folgendes Kind, und nach einer Zwiſchen⸗ zeit von zwoͤlf Jahren beſcheerte uns der Him⸗ mel noch zwey andre Söhne.
Es waͤre vergebens, zu leugnen, wie ſich mein Herz erhub, wenn ich meine Kleinen um mich herum ſah. Aber der Stolz und die Freu⸗ de meiner Frauen uͤbertrafen noch die meinigen⸗
Wenn unſre Freunde, die uns beſuchten, zu ſa⸗
gen pflegten:»Nun, das iſt wahr, Mada⸗ me Primroſe, Sie haben die huͤbſcheſten Kinder in der ganzen Gegend!“ ſo war ihre Antwort: Nun ja, Frau Nachbarinn, ſo wie ſie der liebe — Him⸗
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