Druckschrift 
Der Dorfprediger von Wakefield : eine Geschichte, die er selbst geschrieben haben soll
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Und ſo wie einige Menſchen mit entzuͤckender Be⸗

wunderung die Farben einer Tulipe oder eines Zweyfalters beſchauen koͤnnen, ſo war ich von Na⸗ tur ein Bewundrer vergnuͤgter menſchlicher An⸗ geſichter. Zeigte ſichs unterdeſſen, daß einer unſrer Vettern ein ſehr ſchlechter Menſch waͤre, ein unruhiger Gaſt, oder ſo einer, deſſen wir gerne los ſeyn wollten: ſo war ich immer darauf bedacht, ihm beym Abſchiede einen Rocklohr, ein Paar Stiefeln, auch wohl ein Pferd⸗ das nicht viel werth war, zu leihen, und dann hatte ich immer das Vergnuͤgen zu finden, daß zer niemals wiederkam, um es wieder zu bringen⸗ Hiierdurch reinigten wir unſer Haus von Leuten, 3 die uns nicht anſtunden. Aber niemals hat man von der Wakefieldiſchen Familie gehoͤrt, daß ſie einem Reiſenden oder armen Angehdrigen die

Thuͤre gewieſen⸗

8 Auf dieſe Weiſe fuͤhrten wir viele Jahre ein ſehr vergnuͤgtes Leben, ob ſchon wohl zuweilen ſolche Widerwaͤrtigkeiten mit durchliefen, welche die Fuͤrſehung ſendet, um ihren Segensgaben

Mein Obſtgarten ward oft von den Schul⸗

zungen beſtohlen, und meiner Frauen Eyerkaͤſe

wurden oft von Kindern und§ Oft fing der Gutsherr bey den ruͤhrendſten St

einen hoͤhern Werth zu geben⸗

nd Katzen benaſcht. el ien