Teil eines Werkes 
3. Bd. (1843)
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Die junge Koͤnigin im Glas,

Hier war die Arzenei, die Patienten ſtarben Und niemand fragte: wer genas?

So haben wir, mit höoͤlliſchen Latwergen,

In dieſen Thälern, dieſen Bergen,

Weit ſchlimmer als die Peſt getobt.“

Ich habe ſelbſt den Gift an Tauſende gegeben, Sie welkten hin, ich muß erleben

Daß man die frechen Moͤrder lobt.

Wagner. Wie könnt ihr euch darum betrüben! Thut nicht ein braver Mann genug, Die Kunſt, die man ihm übertrug, Gewiſſenhaft und pünktlich auszuuüben. Wenn du, als Jüͤngling, deinen Vater ehrſt, So wirſt du gern von ihm empfangen;

Wenn du, als Mann, die Wiſſenſchaft vermehrſt,

So kann dein Sohn zu höh'rem Ziel gelangen.

Fauſt. O glücklich! wer noch hoffen kann Aus dieſem Meer des Irrthums aufzutauchen. Was man nicht weiß, das eben brauchte man, Und was man weiß kann man nicht brauchen. Doch laß uns dieſer Stunde ſchönes Gut Durch ſolchen Trübſinn nicht verkümmern! Betrachte wie in Abendſonne⸗Gluth Die grünumgebnen Huͤtten ſchimmern. Sie rückt und weicht, der Tag iſt überlebt, Dort eilt ſie hin und fördert neues Leben. O daß kein Fluͤgel mich vom Boden hebt, Ihr nach und immer nach zu ſtreben! Ich ſäh' im ewigen Abendſtrahl Die ſtille Welt zu meinen Füßen, Entzündet alle Höhn, beruhigt jedes Thal,