Teil eines Werkes 
3. Bd. (1843)
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Fauſt. Such' Er den redlichen Gewinn! Sey Er kein ſchellenlauter Thor! Es traͤgt Verſtand und rechter Sinn Mit wenig Kunſt ſich ſelber vor; und wenn's euch Ernſt iſt, was zu ſagen, Iſt's nöthig Worten nachzujagen? Ja, eure Reden, die ſo blinkend ſind, In denen ihr der Menſchheit Schnitzel kräuſelt, Sind unerquicklich wie der Nebelwind, Der herbſtlich durch die dürren Blätter ſäuſelt! Wagner. Ach Gott! die Kunſt iſt lang! uUnd kurz iſt unſer Leben. Mir wird, bei meinem kritiſchen Beſtreben, Doch oft um Kopf und Buſen bang'. Wie ſchwer ſind nicht die Mittel zu erwerben, Durch die man zu den Quellen ſteigt! und eh' man nur den halben Weg erreicht, Muß wohl ein armer Teufel ſterben.. 2 Fauſt.* Das Pergament iſt das der heil'ge Bronnen, Woraus ein Trunk den Durſt auf ewig ſtillt? Erquickung haſt du nicht gewonnen, Wenn ſie dir nicht aus eigner Seele auillt. Wagner. Verzeiht! es iſt ein groß Ergetzen Sich in den Geiſt der Zeiten zu verſetzen, Zu ſchauen wie vor uns ein weiſer Mann gedacht, Und, wie wir's dann zuletzt ſo herrlich weit gebracht. Fauſt. O ja, bis an die Sterne weit! Mein Freund, die Zeiten der Vergangenheit Sind uns ein Buch mit ſieben Siegeln;