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Wagner im Schlafrocke und der Nachtmütze, eine Lampe in der Hand. Fauſt wendet ſich unwillig.
Wagner. Verzeiht! ich hoͤr' euch declamiren; Ihr laſ't gewiß ein griechiſch Trauerſpiel? In dieſer Kunſt möcht' ich was profitiren, Denn heut zu Tage wirkt das viel. Ich hab' es oͤfters ruͤhmen horen, Ein Komödiant könnt' einen Pfarrer lehren.
Fauſt.
Ja, wenn der Pfarrer ein Komödiant iſt; Wie das denn wohl zu Zeiten kommen mag.
Wagner. Ach! wenn man ſo in ſein Muſeum gebannt iſt, und ſieht die Welt kaum einen Feiertag, Kaum durch ein Fernglas, nur von weiten, Wie ſoll man ſie durch Ueberredung leiten?
Fauſt. Wenn ihr's nicht fuͤhlt, ihr werdet's nicht erjagen, Wenn es nicht aus der Seele dringt, und mit urkraͤftigem Behagen Die Herzen aller Hoͤrer zwingt. Sitzt ihr nur immer! Leimt zuſammen, Braut ein Ragout von andrer Schmaus, und blaſ't die kümmerlichen Flammen Aus eurem Aſchenhäaufchen'raus! Bewund'rung von Kindern und Affen, Wenn euch darnach der Gaumen ſteht; Doch werdet ihr nie Herz zu Herzen ſchaffen, Wenn es euch nicht von Herzen geht.
A
Wagner. Allein der Vortrag macht des Redners Glück;
Ich fühl' es wohl, noch bin ich weit zurück.


