Teil eines Werkes 
3. Bd. (1816) Werke
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Von ſeinen Schickſalen und Abenteuern ſprechen wir

vielleicht an einem andern Orte, und bemerken hier nur ſo viel: daß er in ſpaͤteren Zeiten, da er ſchon ein gemachter Mann, im Beſitz von entſchiednem Namen, und in einer ſehr guten obgleich nicht feſten Lage war, ſich angewoͤhnt

hatte, im Geſpraͤch auf eine feine Weiſe theils ironiſch,

theils ſpoͤttiſch den Sophiſten zu machen, und dadurch faſt jede ernſthafte Unterhaltung zu zerſtoͤren. 4 Beſon⸗ ders gebrauchte er dieſe Manier gegen Wilhelm, ſobald dieſer, wie es ihm oft begegnete, ein allgemeines theore⸗ tiſches Geſpraͤch anzuknupfen Luſt hatte. Deßun eachtet waren ſie ſehr gern beyſammen, indem durch hhe he d e ſeitige Denkart die Unterhaltung lebhaft werden muſſte. Wilhelm wuͤnſchte, Alles aus den Begriffen, die er ge⸗ faſſt hatte, zu entwickeln, und wollte die Kunſt in einem Zuſammenhange behandelt haben. Er wollte ausgeſpro⸗ chene Regeln feſtſetzen, beſtimmen, was recht, ſchoͤn und gut ſey, und was Beyfall verdiene; genug, er behandelte Alles auf das Ernſtlichſte. Serlo hingegen nahm die Sache ſehr leicht, und indem er niemals direct auf eine Frage antwortete, wuſſte er, durch eine Geſchichte oder einen Schwank, die artigſte und vergnuͤglichſte Erlaͤute⸗ rung beyzubringen, und die Geſellſchaft zu untettichtan.

indem er ſie erheiterte.