Teil eines Werkes 
3. Bd. (1816) Werke
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anfing, ein neues und ſchnelleres, denn es wird bald zu Ende ſeyn.

Sie ſchwieg eine Zeit lang ſtille, dann fuhr ſie fort: auf einmal ſtockt meine geſchwäͤtzige Laune, und ich getraue mir den Mund nicht weiter aufzuthun. Laſſen Sie mich ein wenig ausruhen; Sie ſollen nicht weg⸗ gehen, ohne ausfuͤhrlich all mein Ungluͤck zu wiſſen. Rufen Sie doch indeſſen Mignon herein, und hoͤren was ſie will.

Das Kind war waͤhrend Aureliens Erzaͤhlung eini⸗ gemal im Zimmer geweſen. Da man bey ſeinem Ein⸗ tritt leiſer ſprach, war es wieder weggeſchlichen, ſaß auf dem Saale ſtill und wartete. Als man ſie wieder her⸗ einkommen hieß, brachte ſie ein Buch mit, das man bald an Form und Einband fuͤr einen kleinen geographi⸗ ſchen Atlas erkannte. Sie hatte bey dem Pfarrer un⸗

terwegs mit großer Verwunderung die erſten Landkar⸗

ten geſehen, ihn viel daruͤber gefragt, und ſich, ſo weit es gehen wollte, unterrichtet, Ihr Verlangen, etwas

zu lernen, ſchien durch dieſe neue Kenntniß noch viel leb⸗ hafter zu werden. Sie bat Wilhelmen inſtaͤndig, ihr

das⸗ Buch zu kaufen. Sie habe dem Bildermann ihre großen ſilbernen Schnallen dafuͤr eingeſetzt, und wolle ſie, weil es heute Abend ſo ſpaͤt geworden, morgen fruͤh wieder einloͤſen. Es war ihr bewilligt, und ſie fing nun an, dasjenige, was ſie wuſſte, theils herzu⸗ ſagen, theils nach ihrer Art die wunderlichſten Fragen