43
ner Perſon geziemt, die eine Stecknadel aufhebt, und jene, wie eine, die Koͤnigreiche verſchenkt. Die war⸗ nenden Drohungen der Alten wurden verſchmaͤht; ich ſah die mir verſprochenen Reichthuͤmer ſchon mit dem Ruͤcken an; enterbt und nackt. uͤbergab ich mich der Muſe, die mir ihren goldnen Schleyer zuwarf und meine Bloͤße bedeckte.—
Haͤtte ich denken koͤnnen, o meine Geliebte! rief er aus, indem er Marianen feſt an ſich druͤckte, daß eine ganz andere, eine lieblichere Gottheit kommen, mich in meinem Vorſatz ſtaͤrken, mich auf meinem Wege beglei⸗ ten wuͤrde; welch eine ſchoͤnere Wendung wuͤrde mein Gedicht genommen haben, wie intereſſant wuͤrde nicht der Schluß deſſelben geworden ſeyn! Doch es iſt kein Gedicht, es iſt Wahrheit und Leben, was ich in deinen Armen finde; laß uns das ſuͤße Gluͤck mit Bewuſſtſeyn genießen!
Durch den Druck ſeines Armes, durch die Lebhaf⸗ ttigkeit ſeiner erhoͤhten Stimme, war Mariane erwacht, und verbarg durch Liebkoſungen ihre Verlegenheit: denn ſie hatte auch nicht ein Wort von dem letzten Theile ſeiner Erzaͤhlung vernommen, und es iſt zu wuͤnſchen, daß unſer Held fur ſeine Lieblingsgeſchichten aufmerk⸗ ſamere Zuhoͤrer kuͤnftig finden moͤge. 4
——nV.õ—


