einmal das erſte große Stuͤck mehr aufgefuͤhrt werden
und gab ihm ſcheinbare Zeichen ihrer Au merkſamkeit
29.
Die Truppe war nun wirklich mit Kleidern fuͤr das groͤßte Stuͤck verſehen, und man haͤtte denken ſollen, es wuͤrde nun erſt recht eine Auffuͤhrung der andern folgen; aber es ging mir, wie es den Kindern oͤfter zu gehen pflegt, ſie faſſen weite Plane, machen große An⸗ ſtalten, auch wohl einige Verſuche, und es bleibt alles zuſammen liegen. Dieſes Fehlers muß ich mich ankla⸗ gen. Die groͤßte Freude lag bey mir in der Erfin⸗ dung, und in der Beſchaͤftigung der Einbildungskraft. Dieß oder jenes Stuͤck intereſſirte mich um irgend ei⸗ ner Scene willen, und ich ließ gleich wieder neue Klei⸗ der dazu machen. Ueber ſolchen Anſtalten waren die urſpruͤnglichen Kleidungsſtuͤcke meiner Helden in Unord⸗ nung gerathen und verſchleppt woörden, daß alſo nicht
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konnte. Ich uͤberließ mich meiner Phantaſie, probirte und bereitete ewig, baute tauſend Luftſchloͤſſer, und ſpürte nicht, daß ich den Grund des kleinen Gebaͤudes zerſtoͤrt hatte. 3
Waͤhrend dieſer Erzaͤhlung hatte Mariane alle ihre Freundlichkeit gegen Wilhelm aufgeboten, um ihre Schlaͤfrigkeit zu verbergen. So ſcherzhaft die Bege⸗ benheit von einer Seite ſchien; ſo war ſie ihr doch zu einfach, und die Betrachtungen dabey zu ernſthaft. Sie ſetzte zaͤrtlich ihren Fuß auf den Fuß des Geliebten,
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und ihres Beyfalls. Sie trank aus ſeinem Glaſe, und
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