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Wilhelm war uͤberzeugt, es ſey kein Wort ſeiner Ge⸗
ſchichte auf die Erde gefallen. Nach einer kleinen Pauſe rief er aus: Es iſt nun an dir, Mariane, mir auch deine erſten jugendlichen Freuden mitzutheilen. Noch waren wir immer zu ſehr mit dem Gegenwaͤrtigen be⸗ ſchaͤftigt, als daß wir uns wechſelſeitig um unſere vo⸗ rige Lebensweiſe haͤtten bekuͤmmern koͤnnen. Sage mir: unter welchen Umſtaͤnden biſt du erzogen? Wel⸗ che ſind die erſten lebhaften Eindruͤcke, deren du dich erinnerſt?
Dieſe Fragen wuͤrden Marianen in große Verle⸗ genheit geſetzt haben, wenn ihr die Alte nicht ſogleich zu Hülfe gekommen waͤre. Glauben Sie denn, ſagte
das kluge Weib, daß wir auf das, was uns früh be⸗
gegnet, ſo aufmerkſam ſind, daß wir ſo artige Bege⸗ benheiten zu erzaͤhlen haben, und, wenn wir ſie zu er⸗ zaͤhlen haͤtten, daß wir der Sache auch ein ſolches Ge⸗ ſchick zu geben wuͤſſten?
Als wenn es deſſen beduͤrfte! rief Wilhelm aus. Ich liebe dieſes zaͤrtliche, gute, liebliche Geſchoͤpf ſo ſehr, daß mich jeder Augenblick meines Lebens ver⸗ drießt, den ich ohne ſie zugebracht habe. Laß mich we⸗ nigſtens durch die Einbildungskraft Theil an deinem vergangenen Leben nehmen! Erzaͤhle mir alles, ich will dir alles erzaͤhlen. Wir wollen uns wo moglich täͤu⸗ ſchen, und jene fuͤr die Liebe verlorne Zeiten wieder zu
gewinnen ſuchen.


