Teil eines Werkes 
3. Bd. (1816) Werke
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wuſſte gar treflich Nacht zu machen, der Blitz war fuͤrch⸗ tterlich anzuſehen, nur der Donner gelang nicht immer, doch das hatte ſo viel nicht zu ſagen. Auch fand ſich in den Opern mehr Gelegenheit, meinen David und Go⸗ liath anzubringen, welches im regelmaͤßigen Drama gar nicht angehen wollte. Ich fuͤhlte taͤglich mehr Anhäng⸗ lichkeit fur das enge Plaͤtzchen, wo ich ſo manche Freude

genoß; und ich geſtehe, daß der Geruch, den die Pup⸗

pen aus der Speiſekammer an ſich gezogen hatten, nicht wenig dazu beytrug.

Die Dekorationen meines Theaters waren nunmehr in ziemlicher Vollkommenheit; denn, daß ich von Ju⸗ gend auf ein Geſchick gehabt hatte, mit dem Zirkel um⸗ zugehen, Pappe auszuſchneiden, und Bilder zu illumi⸗ niren, kam mir jetzt wohl zu Statten. Um deſto weher

that es mir, wenn mich gar oft das Perſonal an Aus⸗

fuͤhrung großer Sachen hinderte.

Meine Schweſtern, indem ſie ihre Puppen aus⸗ und ankleideten, erregten in mir den Gedanken, meinen Helden auch nach und nach bewegliche Kleider zu ver⸗ ſchaffen. Man trennte ihnen die Laͤppchen vom Leibe, ſetzte ſie, ſo gut man konnte, zuſammen, ſparte ſich etwas Geld, kaufte neues Band und Flittern, bettelte ſich manches Stüͤckchen Taft zuſammen, und ſchaffte nach und nach eine Theater⸗Garderobe an, in welcher beſonders die Reifroͤcke fuͤr die Damen nicht vergeſſen waren.