Theilnahme— es blieb aus. Er wußte, daß die Präſidentin mit Eugenie von ihm geſprochen; es er⸗ ſchien ihm ſo naheliegend, daß ſie wenigſtens einmal einen Gruß an ihn ſandte, der ihm die Möglichkeit neuer Anknüpfung gegeben hätte, aber er hoffte und harrte vergebens, und Muthloſigkeit zog erſt jetzt mit ihrer ganzen Oede in ſein Herz ein. Bis dahin hatte er noch immer an eine Zukunft geglaubt, mit jenem Rechte echten Gefühls, das ſich im Schweigen mehr noch vertieft als im Ausſprechen. Es war ein Traum, ein allzukühner Traum geweſen! Auf die Macht der einſt geweckten, einſt zugeſtandenen Liebe hatte er ge⸗ baut, und nicht einmal Theilnahme war als ſchwacher Bodenſatz zurückgeblieben. Oft verwünſchte er jetzt den glühenden Eifer, womit er den Vorſchlag des Arztes in Douchery ergriffen, ſeine Heilung in dem für Schuß⸗ wunden ſo günſtigen Wiesbaden zu vollenden; er ſehnte ſich fort, in die ferne nordiſche Heimath, zur Schweſter, die ſich nur in Rückſicht auf die Gefahren eines wei⸗ tern Transports, ſowie auf den Nutzen, welchen die Heilquelle gewährte, hatte bewegen laſſen, auf ſeine Pflege in ihrem Hauſe zu verzichten. Und nie hatte ſich dieſe Reue ſo lebhaft geregt wie geſtern, am Chriſt abende, wo er, an das einſame Lager gefeſſelt, mit geſchloſſenen Augen die jubelnden Kinderſtimmen der
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