Teil eines Werkes 
5. Bd. (1876)
Entstehung
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kleinen Nichten zu hören träumte und mit der ganzen Sehnſuchtsſchwere eines verletzten Herzens nach der Heimath verlangte. Zugleich mit den Kerzen des Chriſt⸗ bäumchens, das ihm die mütterliche Hand der Präſiden⸗ tin beſcheert, war ihm die letzte, kaum ſich ſelbſtgeſtan⸗ dene Hoffnung erloſchen.

Die trüben Gedanken wichen nicht von ihm, auch heute nicht, trotz der fröhlichen Weihnachtsglocken, die den Feſtmorgen eingeläutet, trotz des lachenden Son⸗ nenſcheins, der die von Haus eingetroffenen Liebesga⸗ ben beleuchtete, und Arno war der in Ausſicht ſtehen⸗ den Zerſtreuung wirklich froh, als bald nach Dunkel⸗ werden vier Träger anlangten und ihn unter der Auf⸗ ſicht einer Pflegerin vorſichtig ſammt dem Bette in den großen Saal hinübertrugen. Dort ſtand die Prä⸗ ſidentin ſchon zu ſeinem Empfange an der Schwelle bereit und wies die Leute an, ſein Lager an die Mitte der langen Seitenwand zu ſtellen, wo ſich die beſte Ueberſicht des Ganzen bot.

Intereſſirt umfaßte ſein Blick das geſtaltenreiche Bild, welches ſich hier entwickelte. In der Mitte des großen, reich ausgeſtatteten Saales, welcher zu ande⸗ ren Zeiten glänzende Geſellſchaft zu vereinigen pflegte, ſtand auf einem Tiſche der mit Lichterglanz übergoſſene, über und über geſchmückte Weihnachtsbaum. Zur