Teil eines Werkes 
5. Bd. (1876)
Entstehung
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ſtraffe Haltung der hohen Geſtalt, die kalten grauen Augen einen Ausdruck von Kraft, der den verwitterten Zügen widerſprach. Ein bitteres Lächeln ruhte auf den ſchmalen Lippen; hinter der faltigen Stirn ſchienen ſchwere Gedanken zu arbeiten, in welche er ſo tief ver⸗ ſenkt war, daß er bei Eintritt eines Dieners jäh auf⸗ ſchreckte.

Was ſoll's? fuhr er ihn rauh an.

Der Kämmerer Graf Arco wünſcht Euch zu ſprechen.

Mich?! Einführen! Mag eine Botſchaft des Kurfürſten ſein, murmelte er verdroſſen, während der Diener in's Vorzimmer zurückkehrte.

Ferdinand trat ein, und blieb nahe der Thüre mit ehrerbietigem Gruße ſtehen. Der Freiherr maß den Schweigenden mit ſtrengem Auge.Was führt Euch zu mir? fragte er kalt.

Was mich zu Euch führt, erwiderte Ferdinand mit freier Haltung,darf ein Edelmann dem andern ohne Umſchweife bekennen. Ich komme, in Chrerbietung um die Hand Eurer Tochter zu werben.

Ihr?! fuhr der Freiherr auf.

Erlaubt mir zu enden, unterbrach Arco gelaſſen, während doch auf ſeiner hellen Stirn die Ader ſchwoll. Ich ſtehe Euch gleich an Rang und Gütern. Zwar