Teil eines Werkes 
5. Bd. (1876)
Entstehung
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der ſtarre Sinn ihres Vaters tritt mir als ſchwer überwindliche Schranke entgegen, und doch will und muß ich bis zum Aeußerſten an dem Rechte feſthalten, welches mir Mathildens Liebe gibt. 8

Die Gräfin blickte ihn freundlich an und öffnete dann, ſchweigend vorangehend, die Thüre eines Neben⸗ zimmers in welchem Arco ſein geliebtes Mädchen fand. Das junge Geſicht ſah blaß und verweint aus, und obgleich ſie ihm mit lächelndem Erröthen entgegentrat, lauſchte doch in den ſanften Augen ſo viel Trauer, vaß ſein eigenes Freudenfeuer davor erloſch. Stumm zog er ihre Hand an ſeine Lippen, während die Gräfin in einem Armſtuhl Platz nahm, als wollte ſie hiermit ein freiwilliges Zurückziehen andeuten.Ihr habt mir Beſonderes zu vertrauen, Mathilde, falls ich Euch ge⸗ ſtern recht verſtanden? ſagte er endlich, nachdem Mi⸗ nuten den Liebenden in jener beredten Sprache des Blickes hingeſchwunden waren denen keine Beredtſam⸗ keit der Lippe je die Wage hält.Und ich muß fürch⸗ ten, es iſt nichts Tröſtliches?

Das junge Mädchen ſchüttelte den Kopf und blickte mit traurigen Augen zu ihm auf.Es iſt Troſtloſes, athmete ſie leiſe;geſtern Morgen war mein Oheim bei dem Vater, als ich im Nebengemache ſaß; hatten ſie nun meine Nähe vergeſſen, oder ſollte ich anhören,