Teil eines Werkes 
5. Bd. (1876)
Entstehung
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die bei ihrem erſten Anblick einnehmen, weil ſich Lei⸗ denſchaft Geiſt und Zartſinn zugleich bei ihnen aus⸗ prägt. Das Feuerauge ſtrahlte gleich dem eines Jüng⸗ lings, obgleich ſchon vierzig Jahre über des Fürſten vielbewegtes Daſein hingegangen. Das lebensvolle Antlitz blickte kühn aus dem reichen Gekräuſel des locki⸗ gen Flachshaares hervor, welches ihm, nach damaligen Geſchmack über Schultern Bruſt und Rücken nieder⸗ wallte.

Während er mit leichter Kniebeugung geſenkten Hauptes vor dem Biſchof ſtand, fielen durch die feu⸗ rigen Farben der Glasfenſter glühende Reflexe auf die Gruppe. Des greiſen Prälaten kurze Segensworte drangen kraftvoll durch den menſchenerfüllten Raum, und als ſich bei dem Schlußworte:Für Gott und Vaterland! das geſalbte Haupt des Fürſten kühn auf⸗ richtete, brauſte der alte Wahlſpruch Baiern's gleich einem tauſendſtimmigen Echo jubelnd durch das Got⸗ teshaus.

Max Emanuel wandte der Menge ſein leuchten⸗ des Antlitz zu.Für Gott und Vaterland! wieder⸗ holte auch er mit ſonorer Stimme.Wir ziehen aus zum Schutz unſerer Freiheit und Ehre! der Allmächtige wird uns beiſtehen. Es gilt unſerem geliebten Volke, gilt dem eigenen Heerd! Nur als Selbſtvertheidiger

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