Teil eines Werkes 
5. Bd. (1876)
Entstehung
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München zurückgekehrt, galt es neuen Auszug gegen Frankreich. Der Uebermuth Ludwigs XIV. hatte, um ſich unbefriedigter Erbanſprüche wegen genug zu thun, Deutſchland ohne Kriegserklärung überzogen, und ſein Heer trug Mord und Brand, und unmenſchliche Ge⸗ waltthat in viele Städte und Lande des Reiches. Wäh⸗ rend namentlich die Rheinlande durch den mit geſchäf⸗ tiger Grauſamkeit vorſchreitenden Feind Unſägliches litten, zauderten Deutſchlands Fürſten ſich zu raſcher Unternehmung zu entſchließen. Während man unter ſchwerfälligen, engherzigen Berathungen auf den Reichs⸗ tagen miteinander haderte, und den Krieg in einzelnen Gefechten und langwierigen Belagerungen träge hin⸗ ſchleppte, gingen große Landſtriche verloren. Selbſt Max Emanuels unerſchrockenes Heldenherz unterlag dem Einfluß der allgemeinen Lethargie, und ſchien dieſen Kampf mehr als eine fürſtliche Zerſtreuung, als wie heilige Aufgabe eines deutſchen Fürſten zu betrachten. Von der Belagerung von Mainz hinweg eilte er zu den Krönungsfeſten der Kaiſerin und des kaiſerlichen Prinzen nach Augsburg, um durch ungeheuren Auf⸗ wand den Prunk aller übrigen Fürſten zu verdunkeln. Von den Feſten wieder zum Reichsheere, vom Winter⸗ lager am Rhein in die Niederlande, nachdem die Ver⸗ bündeten bei Fleurus unterlegen waren, dann an der