Teil eines Werkes 
5. Bd. (1876)
Entstehung
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vormaliger Freundſchaft getreten. Als dereinſt Frank⸗ reich und Oeſterreich wetteiferten den jugendlichen, eben zu Macht und Anſehen gelangten Kurfürſten für ein Bündniß zu Schutz und Trutz zu gewinnen, endete ein perſönliches Zuſammentreffen mit dem Kaiſer Leopold das lange Schwanken Maximilians und ſtimmte deſſen leichtbewegliches Gemüth ganz für Jenen. Von dem Tage dieſes Bündniſſes an, athmete der weiche, in der Wahl ſtets zögernde, aber der That ganz hingegebene, leicht auflodernde Kurfürſt nur für Oeſterreich. Er ſtützte den Kaiſer mit ſeiner ganzen Heeresmacht im Kriege gegen die Osmanen, wich ihm in den Schlachten nie von der Seite, und betheuerte während des Wie⸗ dereinzuges in Wien vor allem Volke, das Schwert, welches er als Gaſtgeſchenk von Leopold empfangen, ſolle ewiglich deſſem Dienſte geweiht bleiben. Der Kaiſer hatte dieſen Feuereifer mit der Hand ſeiner Tochter gelohnt, die Maximilian Anwartſchaft auf den Beſitz der ſpaniſchen Niederlande zubrachte. Zum Entgelt er⸗ ſchöpfte der junge Eidam ſeine und Baierns Kraft und Schätze, das Blut ſeiner Unterthanen in unabläſſigem Beſtreben, Oeſterreichs ſchwer erſchütterte Größe auf⸗ recht zu erhalten, die Keinem gefährlicher werden konnte, als ihm ſelbſt.

Kaum von den Siegesfeldern aus Ungarn nach