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des hohen Herrn gelegt, als Anführerin des Reigens ſtolz durch den Saal.
Bei dem erſten Klang der Hörner begab ſich der junge Mann, welcher die Damen von ferne beobachtete, an des Kurfürſten Seite, und als derſelbe mit der Marſchallin voranſchritt, boten ſich dem zurückgebliebe⸗ nen ſchönen Mädchen zwei Hände zu gleicher Zeit. Während ſie ihre Linke erglühend in die Hand des eben Hinzugetretenen legte, neigte ſie entſchuldigend ihr Haupt gegen den Cavalier, der ſie bis jetzt mit großer Be⸗ fliſſenheit unterhalten, und folgte ihrem Führer die hohe, mit rieſenhaften Marmorgeſtalten geſchmückte Treppe hinauf. Während das Paar eine lange Reihe farbenprächtiger Gemächer durchſchritt, wechſelten Beide weder Blick noch Wort. Kaum hatte aber im Tanzſaale der beginnende Reigen die Möglichkeit gegeben, ein unbelauſchtes Wort zu ſprechen, als der Cavalier in leidenſchaftlichen Vorwurf ausbrach, deſſen gedämpfter Klang ihm nichts von ſeiner Heftigkeit nahm:„Ihr ſeid ja wunderſam heiter, Mathilde! ich ſtaune Eure
Munterkeit ſchon ſeit Stunden aus der Ferne an, ver⸗
gönnt mir nun gleichfalls, daran Theil zu nehmen!“
„Ihr thut mir weh, Graf Arco“, entgegnete das junge Mädchen, indem ſie das langbewimperte Auge traurig zu ihm erhob.„Wie könnt Ihr glauben, ich


