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ſtand aus dem Gewühl zurückgezogen; obgleich ſeine Haltung in dieſem Moment ſelbſtvergeſſend nachläſſig war, zeigte ſie dennoch Anmuth, mit Kraft gepaart. Eine geiſtvolle Stirne wölbte ſich über träumeriſchen Augen, deren Ausdruck dem des feinen, faſt herben Mundes widerſprach; doch gewann ſein unverwandt auf einen Punkt gerichteter Blick zuweilen eine Spann⸗ kraft, welche ihm düſtere Gluth verlieh.
Der Gegenſtand dieſer leidenſchaftlichen Aufmerk⸗ ſamkeit war ein junges Mädchen, welche inmitten einer, durch den Kurfürſten wiederholt ausgezeichneten Gruppe ſaß. Ihr knospenhafter Reiz wurde durch die impoſanten Formen einer neben ihr ruhenden Matrone noch gehoben, deren ſtattliche Haltung viel Selbſtbewußtſein aus⸗ ſprach. Die Marſchallin von Wolframsdorf vertrat heute auf Anſuchen des Feſtgebers die vor drohender Kriegsgefahr nach Ingolſtadt geflüchtete Kurfürſtin, und ſah ſich noch mehr umgeben, als ihr Rang und die Schönheit ihrer jungen Nichte dies überhaupt zu veranlaſſen pflegten. Als das Muſikſignal zum Be⸗ ginne des Balles erklang, und Max Emanuel auf die Gattin ſeines im Felde befindlichen Heerführers zu⸗ ſchritt, erhob ſich die Dame mit einer Stattlichkeit, welche die zugedachte Ehre als Berechtigung zu bezeich⸗ nen ſchien, und bewegte ſich, ihre Fingerſpitzen in die


