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ſich bald viele Anhänger gewann. Mit ihrer gewöhn⸗ lichen Gewandheit wußte ſie ſich der jetzt über den
König herrſchenden Favoritin bald ſo ganz zu bemäch⸗
tigen, daß Frau von Hoym ſie nicht mehr entbehren konnte. Doch koſtete es derſelben viele Mühe, den König zu beſtimmen, die Baronin wieder zu ſehen und ſie öfters um ſich zu dulden; das geſchickte Be⸗ nehmen Louiſen's, die ſich keineswegs aufdrängte, ſon⸗ dern ſich beſtändig den Anſchein gab, als liebe ſie jetzt die Zurückgezogenheit und beabſichtigte nichts, als einige
Reſte ihres Vermögens zu retten, brachte es aber un⸗
merklich dahin, daß der König ſie faſt täglich zum Souper bei Frau von Hoym zuließ, wenigſtens keine Einwendung gegen ihre Anweſenheit machte. Obgleich der König ſie haßte, und ſie dies wußte und aufrichtig erwiderte, gelang es ihr dennoch, ihn oft ſo angenehm zu unterhalten, daß er die Zeit vergaß, und ſelbſt immer wieder neue Scherze mit ihr anknüpfte. Mit
großer Klugheit und Vorſicht verfolgte ſie Schritt für
Schritt ihren geheimen Plan. Niemals nannte ſie Beichlingen’s Namen, doch ſuchte ſie ſeine früheren Anhänger auf, gab ihnen unter verſchiedenen Vorwän⸗ den Penſionen und benützte ſie für ihre Pläne. Unter dem Vorgeben eigener Angelegenheiten machte ſie kleine Reiſen, um allerwärts die Stimmung für den Groß⸗
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