Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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war bis jetzt noch nicht zurückgekehrt. Wenn hierbei auch die Mittheilungen des Malers ſtehen bleiben muß⸗ ten, ſo ſei uns geſtattet, hier einige Worte über die Zukunft Louiſen's von Rechenberg einzuſchalten, da ihre Geſtalt uns nicht mehr begegnen wird.

Die erlebte Herzensniederlage hatte der ſchönen Frau die Ausſicht auf den Wiedergewinn ihrer frühe⸗ ren glänzenden Stellung doppelt reizend gemacht. Mit einem Gemiſch von Zorn und Schmerz hatte Arnold's Benehmen ſie getrofſen; doch fand ſie Waffen des Spot⸗ tes und der Eitelkeit genug in ſich, um den Schmerz zu erſticken und den Zorn in Geringſchätzung zu ver⸗ wandeln. Mit einer Offenherzigkeit, die ihrem ſchil⸗ lernden Weſen entſprach, dem die Treue des Gemüthes nie eigen geweſen ſagte ſie ſich überdies, daß ſie ihre ländliche Herzensidylle ſchwerlich auf Koſten der neuen glänzenden Ausſichten würde durchgeführt haben, und ihr raſcher Geiſt baute auf dieſe Einladung nach Dresden ſogleich den Plan, dort nach und nach die Befreiung und Gnade des Grafen Beichlingen zu ver⸗ mitteln, und durch ihn vielleicht dieſelbe glänzende Stellung wieder zu gewinnen, wie früher.

Ihr Sturz hatte ſie vorſichtig gemacht, ſie nahm ihre früheren zuvorkommenden Manieren wieder an und war verbindlich gegen Jedermann, wodurch ſie