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wo es ihr vergönnt ſein ſollte, die geliebte Kleine in die Arme ihrer Mutter zu führen. Während der won⸗ nigen Reiſetage gehörten die drei beglückten Menſchen noch ungeſtört und unbehindert einander an; eine Welt von Plänen und Mittheilungen ward ausgetauſcht; mancher Rückblick auf die Vergangenheit ſchob ſich zwiſchen die Ausſicht einer vielverheißenden Zukunft. Zwar hatten die Freunde ſich vor kaum zwei Monaten in Scheßlitz getrennt; wie viel Erlebtes hatte ſich aber namentlich für Arnold in dieſen kurzen Zeit⸗ raum zuſammengedrängt!, Das Geſchwiſterpaar, das die kleine Landſtadt vor kaum vierzehn Tagen verlaſſen hatte, erzählte dem Freunde unaufgefordert Manches von dort, wonach er aus leicht erklärlicher Befangen⸗ heit zu fragen unterließ. In dem Städtchen hatten inzwiſchen manche Veränderungen ſtattgefunden. Das Schloß ſtand leer, denn der Baron hatte ſich vor meh⸗ reren Wochen mit ſeiner Schweſter nach Dresden be⸗ geben. Nach einer Abweſenheit von ſieben in Polen verlebten Jahren war Auguſt in die Hauptſtadt ſeines Erblandes zurückgekehrt, und kaum hatte ſein üppiger Hof dort wieder Wurzel gefaßt, als Frau von Hoym, die zwei Jahre ſpäter zur Reichsgräfin von Coſel er⸗ hoben wurde, die Baronin von Rechenberg zu ſich ein⸗ lud. Ihr Bruder hatte ſie nach Dresden begleitet und


