Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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199 geben wäre, auf die Stimmung und täglichen Erleb⸗ niſſe der einzelnen Hauptfiguren näher einzugehen.

Nach wenigen Tagen traf die Antwort des Königs von Polen auf Arnold's Bericht ein; er ſchrieb eigen⸗ händig und drückte ſeine wärmſte Anerkennung des ihm geleiſteten wichtigen Dienſtes, ſeine innige Vater⸗ freude mit der ihm eigenen einnehmenden Weiſe aus. Sein Befehl lautete, daß die bisherigen Pflegeeltern der Prinzeſſin ſie in Arnold's Begleitung ſogleich nach Stettin bringen ſollten, wo die Königin, die er ſelbſt mit der Freudenbotſchaft der Auffindung des verlorenen Kindes bekannt gemacht hätte, ſie erwartete. Sobald er ſeine Schutzbefohlenen der Königin übergeben haben würde, ſollte Arnold ſich in das ſchwediſche Lager be⸗ geben, um ausführlichen Bericht über ſeine Sendung zu erſtatten.

Obgleich nun auf dieſe Weiſe eine nahe Trennung den Liebenden bevorſtand, fühlten ſie doch allzu leb⸗ haft ihre Verpflichtung, hier nicht in egoiſtiſcher Weiſe zu zögern, als daß ſie ihren Aufenthalt in Breslau länger ausgedehnt hätten, als die nothwendigſten Reiſe⸗ vorbereitungen es erforderten. Martha beſonders, die durch die Pflege des ihr anvertrauten Kindes das Muttergefühl kennen und würdigen gelernt hatte, ſah mit lebhafter Theilnahme dem Augenblick entgegen,