Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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überſtrömender Empfindung,ich laſſe mich nun nicht mehr verbannen. Laß mich ruhig den Arm um Dich ſchlingen, denn willſt Du mein ſein, ſo kannſt und darfſt Du es nicht nur vor Gott und Deinem eigenen Herzen, auch vor mir und der Welt! Ich bringe Dir Freiheit, Martha, ich bringe dieſem Kinde einen Vater, die ſeltſamſte Fügung hat mir alles enthüllt, alles aufgeklärt. Den Muttertitel mußt Du nun freilich auf⸗ geben, vertauſche ihn mit einem andern und ſei mein Weib!

Tief athmend hörte Martha ihn an, erſt nach und nach ſchien ſie die wirkliche Bedeutung ſeiner Worte zu faſſen, und ſank auf die Knie nieder, wo ſie, in Thrä⸗ nen ausbrechend, die kleine Maria an ſich zog, und über dem von all den räthſelhaften Bewegungen um ſie her beängſtigten Kind die Hände zum heißen Dank⸗ gebet faltete.

Als ſie ſich nach wenigen Sekunden mit verklär⸗ tem Geſichte wieder erhob und das feuchte Auge des Geliebten traf, ſagte ſie:Fritz muß bei uns ſein, wenn das Räthſel erklärt wird, das uns Alle ſo lange beſchäftigt hat! Rufe Papa aus dem Atelier, Marie⸗ chen, er iſt oben. War es kurz oder lang, bis der Gerufene erſchien, war Beſtürzung oder Freude ſein

erſtes Gefühl, als er den Ferngeglaubten erblickte, ſeine Godin, Frauenliebe und Leben. IV. 13