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hinwogte. Alles lag ſonnenklar vor ſeinem Blick, kein Zweifel trübte das Gefühl überſtrömender Freude, Martha war frei, war rein wie das Licht des Him⸗ mels! Seine Augen wurden feucht bei dem Gedanken, wie ſtandhaft dies junge Geſchöpf um der Pflichterfül⸗ lung willen gelitten hatte, und jeder Zweifel den er an der Reinheit ihres Herzens gehegt, laſtete jetzt wie ein ſchwerer Vorwurf auf ſeiner Seele. Wie lieblich hatte ihr die Rolle der Gattin und Mutter geſtanden — bebend fragte er ſich, ob er des Glückes werth ſei, ſie einſt wirklich als Gattin und Mutter an ſeiner Seite zu haben!
Mit ſiebernder Ungeduld trieb er zur Abreiſe, und noch in derſelben Nacht fuhr er mit Extrapoſt von dannen, mit der Eile eines Couriers. Der ſtets ſo ruhige, beſonnene Mann war wie umgewandelt. Er hatte ein Gefühl als könnte der Himmel einſtürzen, die Erde untergehen, irgend etwas Ungeheures geſche⸗ hen, ehe er ſich ſein Glück geſichert hätte, und wie denn überhaupt das Herz unerſättlich iſt in Freud und Leid, wie es eben ſowohl den Stachel des Schmerzes freiwillig noch tiefer bohrt, als auch den Becher des Glückes brauſend und gährend hinabſtürzen möchte, wenn die ſeltene Stunde gekommen iſt, ſo drängte und ſtürmte alles in ihm vorwärts.


