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war, und wir uun gerade recht heitere Tage zu erle⸗ ben hofften. Ich hatte deßhalb einen expreſſen Boten an unſern jungen Herrn abgeſandt, der ſich auf der Malerakademie in Berlin befand. Etwa acht Tage vor dem Tode des Herrn Doktors traf ſein Sohn hier ein, und wir Drei pflegten ihn gemeinſchaftlich, leider ward er aber täglich kränker. Spät Abends an jenem Schreckenstage des letzten Auguſt klopfte Jemand hef⸗ tig an unſere Thüre und verlangte Einlaß bei Leben und Tod. Da in jener ſchlimmen Nacht wohl Keiner ohne große Noth unterwegs war, ging ich ſelbſt hinab, dem ſpäten Beſuch zu berichten, daß mein Herr dem Tode nahe und für Niemand zu ſprechen ſei. Der Fremde beſtand aber mit ſolcher Dringlichkeit darauf, für einen Augenblick wenigſtens zu ihm geführt zu werden, daß ich eintrat, um den jungen Herrn zu fragen, was ich thun ſollte. Der Kranke vernahm unſer Flüſtern, frug uns aus und befahl den Fremden einzulaſſen. Kaum hatte ſich dieſer dem Bett genähert, ſo beugte er ſich nieder und flüſterte dem Doktor einige Worte in's Ohr, worauf dieſer uns bedeutete, ihn mit dem Fremden allein zu laſſen.
„Ungern genug verließen wir das Zimmer, aber ſchon nach kurzer Zeit öffnete ſich die Thür wieder und der Fremde entfernte ſich aus dem Hauſe. Voll


