Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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Augen,ach, weil es ſüß iſt, ſich in die Zeiten zurückzuträumen, wo man noch an die Zukunft glaubte, an dieſe trügeriſche, wortbrüchige Phantasmagorie des Glückes, deren Roſenfarben mit jedem Schritte näher immer mehr erbleichen. Wie viel Reichthum bewahrt das Leben für die, die noch ſorglos zu hoffen ver⸗ ſtehen!

Sie haben Recht. Aber wie lange behält man Kraft und Muth, aus jedem zerſtörten Lebenstraum wieder einen neuen Phönix der Hoffnung erzeugen zu können? Das Herz bleibt wohl immer voll Gluth und Schöpfungskraft, aber das Leben iſt unerbittlich und drückt mit ſeiner eiſigen Hand jede Blume nieder, die der Seele erblüht, ach, es ſchont nicht einmal die Wunderblumen, die ſich alle hundert Jahre nur ein⸗ mal entfalten. Die Hoffnung iſt ein Aberglaube.

Nein, Herr Réſay, nein! Sie iſt eine ewige Wahrheit! rief Blanche, indem ein Zug göttlicher Ueberzeugung ihr ſchönes Geſicht überflog.Ihr Licht kann ſich verdunkeln, es kann bleich werden unter Schmerz und Thränen, aber untergehen wird es nie! Ein Gefühl tiefer Entmuthigung ſprach aus Ihnen in dieſem Augenblick, aber bald genug wird die Himmels⸗ gabe, die Sie verleugnen wollen, ſich Ihnen auf's Neue offenbaren. Selbſt unter Leid und Zagen klammert