Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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men nicht wahrnahm; er ſtand einige Augenblicke ſchweigend neben ihr, endlich wagte er es ſie mit ſanf⸗ tem Gruße leiſe anzureden.

Beim erſten Tone ſeiner Stimme wandte ſie ſich lebhaft um und tiefes, mädchenhaftes Erröthen über⸗ zog für einen Augenblick ihr Geſicht. Als Robert die Aufregung ihrer Züge und die Thränen gewahrte, die ihre Wangen bedeckten, näherte er ſich ihr mit raſcher Bewegung. Blanche hielt ihn mit dem Blick ihrer ſanften Augen zurück, und ſagte mit bewegter Stimme: Ich habe mich wieder einmal in die fernen Kinder⸗ erinnerungen hineingeträumt und ſie haben ihr altes Recht eingefordert, mich weich zu machen wie ein Kind.

Es iſt ein beängſtigendes Gefühl, ſo in ſich hineinzuſchauen und die Trümmer von dem aufzu⸗

wühlen, was einſt das ganze Leben ausmachte, ſagte

Robert gedankenvoll.Wenn die alten Erinnerungen auftauchen, wenn das alte Kinderherz aufwacht, fragt man ſich verwundert: Bin ich das wirklich geweſen? Welch eine Ironie auf das Leben ſind die funkelnden

Mährchen, die man ſich damals aufgebaut hatte! Es

iſt Thorheit, ſie zurückzurufen. Warum wecken, was ſchon ſo lange ſchläft? Warum?, erwiderte Blanche mit feuchten

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