Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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derung herauszufinden, denn der junge Mann benahm ſich gegen Blanche mit einer ſo großen Zurückhaltung, daß jeder unbefangene Beobachter ſie für Kälte hätte nehmen können. Hätte Eliſe ihn geliebt, ſo würde der Scharfblick dieſer Liebe ſie ohne Zweifel fähig gemacht haben zu errathen, was in dieſen beiden ihr ſo nahe⸗ ſtehenden Weſen, was in ihrer Gegenwart vorging. Dieſe flüchtigen Blicke voll Begeiſterung, dieſes Auf⸗ leuchten in Robert's Zügen, ſo oft Blanche eines jener überraſchend tiefen Worte ausſprach die ihrer Unter⸗ haltung ſtets ſo eigenthümlichen Reiz verliehen, würden in ihr einen Inſtinkt der Gefahr wachgerufen haben. Aber die Empfindung des jungen Mädchens für ihren Verlobten wurzelte mehr in der Phantaſie als im Herzen, und war überdieß durch die Gleichgültigkeit ſeines Benehmens ſchon in ihrem Entſtehen erkältet worden.

So war auch jetzt mehr ihre Eitelkeit gekränkt, als ihr Herz verletzt, und wirklich gehörte Eliſens große Gutmüthigkeit dazu, ſich auch nur eine Zeit lang in Robert's Benehmen gegen ſie zu finden. Er fuhr fort,

wie früher ihr die in ihrem gegenſeitigen Verhältniſſe

herkömmlichen äußeren Aufmerkſamkeiten zu erzeigen, aber dieſe allein erinnerten daran, daß er ſich noch als ihren Verlobten betrachtete. Ihre niedlichen, un⸗