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reiner, klarer Geiſt trifft ſtets in allen Dingen das Richtige.“
Als Réſay ſich ſpäter in der Einſamkeit ſeines Zimmers wieder fand, vermochte er nicht, ſich von dem Gedanken an die junge Frau loszumachen. Er fühlte dunkel, daß der Zauber, den ſie ſo vom erſten Augen⸗ blick an auf ihn ausübte, eine jener Offenbarungen war, die über ein ganzes Leben entſcheiden. Wirklich lebte er von dieſem Tage an nur durch ſie, eine eigen⸗ thümliche Unruhe hielt ihn ab, ſich ihr mehr zu nähern; aber ſobald er ſie ſah, war nichts mehr für ihn da, außer ihr. Sie nur ſprechen zu hören, war für ihn eine Quelle geheimer Freude, jedes ihrer Worte ent⸗ ſprach ſeinen Sympathien, ſeinen Ideen und Grund⸗ ſätzen. Ohne aus den Schranken eines faſt fremden Benehmens gegen einander zu treten, trafen dieſe bei⸗ den gleich begabten Weſen in jedem belebenden Ein⸗ druck zuſammen, der im Geſpräch ihren Geiſt berührte. Es bedarf, um ſich zu verſtehen, keines langen Aus⸗ tauſches der Gedanken;— wer iſt nicht ſchon Men⸗ ſchen begegnet, die durch Zufälligkeiten und äußere Verhältniſſe ſeinem Leben ſtets fremd blieben, die aber in einem Augenblick geiſtiger Erhebung durch ein Wort, einen Blick Alles weckten und erſchütterten, was an keimenden, lebendigen Gedanken in ſeinem Herzen lag!
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