Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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Robert beugte ſich zu dem Knaben hinab und küßte ihn mit einem Gefühl ſeltſamer Befangenheit.

Nun, Herr Roſay, tönte plötzlich eine helle Stimme neben ihm,werde ich denn heute ganz ver⸗ geſſen? Schon ſeit zehn Minuten warte ich darauf, Sie mit meinem gnädigſten Lächeln für den Blumen⸗ ſtrauß zu belohnen, den Sie mir zuſchickten, und doch kommen Sie nicht? Schnell um Verzeihung gebeten, oder ich ſpreche Sie erſt los, wenn Sie den ganzen Frühling als Fürſprecher ausſenden!

Robert führte Eliſens Hand an die Lippen und entgegnete heiter, indem er ihr eine bonbonnidère über⸗ reichte:Zum Glück habe ich Waffen gegen Ihren Zorn bei mir, ſonſt würde ich heute ernſtlich Furcht bekommen.

Wirkich? Und weßhalb heute mehr als ſonſt?

Weßhalb? Ci nun, Sie haben ja heute eine ganz beunruhigende Toilette gemacht. Welcher Gedanke von Ihnen, ſich gelb zu kleiden! Trotz Ihrer allerlieb⸗ ſten kleinen Bosheiten ſind Sie doch nicht genug Teu⸗ felchen, um in einer Wolke von Schwefel erſcheinen zu müſſen!

Der Eintritt einiger Freunde des Hauſes unter⸗ brach dieſe Neckereien. Madame Vaubert, die Wittwe des vorigen Präfekten, eine angenehme und kluge Frau,