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könne! Wie anders ſtand ich Dir gegenüber, wenn der Vater dem Zurückkehrenden das Heimathsrecht ge⸗ währte, das ſo weit älter war als die Urſache, die ihn einſt verbannt hatte! Der Mann von dem Du Dich verletzt abgewendet, durfte ſich am wenigſten in Deine Trauer eindrängen. So mußte ich mir den Entſchluß abringen, zu warten, doch litt es mich nicht mehr im Ausland. Ich kehrte nach Deutſchland zu⸗ rück, um Dir wenigſtens näher zu ſein, mir leichter und öfter Nachrichten von Dir verſchaffen zu können. Endlich glaubte ich meine Zeit gekommen. Es gelang mir in der Nähe Beſchäftigung zu finden, die meiner längeren Anweſenheit Berechtigung gab, denn ich mußte mir ſagen, daß all' meine Hoffnungen ſcheitern könn⸗ ten, wenn ich ihnen zu ungeſtüm Geſtalt geben wollte. Ich kam— was ich fand, weißt Du!“
Tief athmend, mit wogender Bruſt, war Martha den Worten des Jugendgeliebten gefolgt. Nun blickte ſie ihn an. Auf ſeinem männlichen Geſicht lag eine Trauer, der jeder Erdgeborne in den tiefſten Gründen ſeines Herzens Herberge gibt, bis ſie, gewaltſam auf⸗ gerüttelt, an das Licht des Tages ſteigt.
Große Thränen rollten langſam über des Mäd⸗ chens erglühte Wangen.
„Du kamſt, und nun gehſt Du wieder“, ſagte ſie


