Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

218

Herz aufgeſchloſſen, ihn gefragt, ob der Schatz, den ich einſt beſeſſen und nicht verſchmerzen konnte, mir denn unwiderbringlich verloren ſei? Ich gelobte ihm mein Wort zum Pfande, daß ſeines Lebens Schöpfung niemals verſäumt und verwahrloſt werden ſolle, wenn auch meine Berufsthätigkeit eine andere ſei, und er glaubte mir! Er berechtigte mich, heimzukehren, und von Neuem um Dich zu werben, ſagte mir, daß Dein tief verletztes Gefühl ſich mir vielleicht nicht wieder zu⸗ wenden würde, daß aber ſein Segen mir nicht fehlen ſolle, wenn Dein Herz mir noch zu eigen ſei. Es war ein Brief, wie nur unſer Vater ihn ſchreiben konnte, ſo voll ſeelenvoller Güte und Milde! Als ich ihn erhielt, war ich contractlich noch auf einige Zeit in England gebunden ehe der Termin vorüber war, traf mich die Botſchaft ſeines Todes.

Jetzt verſtehe ich die Andeutungen, die er in den letzten Stunden ſeines Bewußtſeins gegen mich äußerte, und die mir ſo viel zu denken gaben! rief Martha tief erſchüttert.Dein Name war eines der letzten Worte, die ich von ſeinen Lippen vernahm!

Meine erſte Empfindung, ſagte Santer nach kurzem Verſtummen,drängte mich, nach Empfang dieſer Trauerbotſchaft in Deine Nähe zu eilen bald aber empfand ich, daß ich es nicht dürfe, nicht