Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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an Deiner wie an ſeiner Seite gehen und das iſt nicht Alles! Die ewig dürſtende Phantaſie, die heute Dich fordert um jeden Preis, kann ſich auch zurück⸗ wenden zum Opfer dieſes Bundes!

Ich habe Dich zu Ende kommen laſſen, ſagte Martha mit leiſer, aber klarer Stimme, als Richard inne hielt,denn ich wollte erfahren, was Du denkſt. Nun höre auch mich an. Niemals werde ich den Platz einnehmen der einer andern gehört, auch dann nicht, wenn ſie ihn aufgiebt! Du willſt, wenn ich Dich recht verſtanden habe, daß ich Welf nicht wiederſehen ſoll, weil Du mir keine Kraft zum Widerſtande zutrauſt. Wiederſehen aber muß ich ihn, gerade um deſſen willen, was Du mir heute ſagſt vielleicht iſt Emma's Zu⸗ kunft noch zu retten, und mit ihr die meine, denn wahrlich, Du haſt Recht! Reue und Selbſtvorwurf würde in dieſer rührenden Geſtalt für immer an mei⸗ ner Seite gehen!

Das iſt meine Martha! rief Richard, lebhaft ihre Hand ergreifend.

Deine Martha iſt es nicht, ſagte das Mädchen, traurig das ſchöne Haupt ſchüttelnd.Die war ein glücklich, ſorglos Kind, der Schuld und Weh wie Märchen vorkamen, von denen man wohl erzählen hört, die man aber nimmer erleben wird. Jene Martha