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nur um Dein Glück, um Deine Ruhe zu zittern, und mochten dieſe noch ſo tief erſchüttert werden, ſo blieb Dir doch eine Zukunft. Welf's Hand wird aber frei werden!“
„Frei!“ rief das Mädchen mit ſeltſamem Ausdruck.
Richard's Lippen preßten ſich feſt auf einander. „Geſtern“, ſagte er nach kurzem Schweigen mit gewalt⸗ ſamer Ruhe,„hatte ich mit Welf ein ernſtes Zuſammen⸗ treffen— gleichviel aus welchem Anlaß. Er erklärte mir, daß er in wenigen Monaten von ſeiner Frau geſchie⸗ den ſein, und dann in voller Berechtigung ſeiner Frei⸗ heit um Martha Halm werben würde. Dieſe Erklä⸗ rung, die ſehr bündig, und des Erfolges ſehr ſicher gegen mich ausgeſprochen wurde, drängte mich zu dem Entſchluß, vor Deiner Heimkehr mit Dir zu ſprechen, Ich habe nur zu oft geſehen, welche Macht dieſer Mann über Dich ausübt! Wenn er wirklich frei iſt, wenn Du ihn wiederſiehſt, wirſt Du ihm nicht wider⸗ ſtehen. Du wirſt ſein Weib und für immer unglück⸗ lich werden. Ich kenne dieſe Naturen, Martha, und wahrlich, es iſt nicht Haß der mich verblendet wenn ich Dir ſage, daß Dein Schickſal an ſeiner Seite ein unſeliges ſein würde. Emma Welf iſt ein Weib, das man wohl verlaſſen, aber nicht vergeſſen kann. Reue und Selbſtvorwurf wird in dieſer rührenden Geſtalt


