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lich ſtehen.„Bedenken Sie wohl, was Sie ſprechen, Richard“, rief ſie mit verdunkeltem Blick,„nicht Alles kann ich anhören!“
Der junge Mann lehnte ſich gegen einen der alten Bäume, und ſagte langſam und mit nachdrücklicher Betonung:„Sie haben mir für dieſe Stunde das Recht des Bruders zugeſagt, und ich werde es nicht aufgeben.“
Martha brach in Thränen aus.„So ſoll ich aus Deinem eigenen Munde hören, daß Du mich miß⸗ achteſt!“ rief ſie leidenſchaftlich.„Haſt Du mir nicht ſchon weh genug gethan, mußt Du zu alle Dem was Du mich tragen ließeſt, auch dieſe Bitterkeit noch häufen!“
Richard erblaßte bis in die Lippen hinein.
„Wenn Du ſagſt, ich habe Dir weh gethan, ſo zahlſt Du alle Bitterkeiten mit dieſem Worte doppelt und dreifach heim. Ich Dich mißachten! Seit Mo⸗ naten bin ich ein täglicher Zuſchauer des frevelhaften Spieles, das jener Mann mit Deiner Ruhe treibt, und, ſage ſelbſt, ob je ein Blick, ein Laut Dir ver⸗ rathen hat, daß ich an Dir zweifle? Daß Martha irren, aber niemals ſinken kann, ſteht mir ſo feſt wie der Glaube an göttliche Wahrheit! So lange die Hand, die ſich nach Dir ausſtreckte nicht frei war, hatte ich


