Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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um die Stadt zu begleiten“, ſagte Richard mit der ruhigen Beſtimmtheit, die ihm eigen war.„Es wird zu kühl für Sie, um hier noch länger zu ſitzen, und iſt auch in Rückſicht auf hieſige Kleinſtädterei vorzu⸗ ziehen.“

Ohne eine Einwendung zu machen, erhob ſich Martha, zog das Tuch das ſie einhüllte, dichter um ihren ſchlanken Leib, und nahm den Arm, den Santer ihr bot. In tiefen Gedanken legte das Paar eine Strecke zurück, ohne das beklommene Schweigen zu brechen. Die Alleen, welche ſie durchwanderten, hüllten ſich in wachſende Dämmerung.

Tief aufathmend begann Richard endlich, indem ſein Auge leuchtend auf dem ſchönen Geſicht haftete, das ihm ſo nahe war:„Der Entſchluß der mich ver⸗ anlaßte ein Geſpräch mit Ihnen zu ſuchen, Martha, iſt kein leichter geweſen— ich weiß, daß Sie mir zür⸗ nen werden, wenn ich geſprochen habe, daß jede Hoff⸗ nung Ihnen noch einmal im Leben näher zu ſtehen, an der Kühnheit die meine Worte dictiren muß, vol⸗ lends ſcheitern wird. Gleichwohl aber— ich kann nicht anders! Nur um eines bitte ich Sie vorher, denken Sie, während Sie mich anhören, nur an un⸗ ſere ewig unvergeßlichen Kinderjahre, ſehen Sie in mir nur den Bruder, der ich Ihnen ſo lange Zeit