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thätigkeit, als ſei ſie ſelbſt abgelöſt von Allem was ſie bis zu dieſer Stunde ſo ſtürmiſch bewegte. Die harmoniſche Natur um ſie her war in dieſem Augen⸗ blick nicht ruhiger als ihr Herzſchlag.
Ein Schatten, der über den Weg fſiel, veranlaßte das junge Mädchen, aufzublicken. Vor ihr ſtand eine der Geſtalten, welche in dem Aufruhr, der ihre Seele aus den Geleiſen zu drängen gedroht, die Hauptrollen geſpielt hatten. Jetzt ſah ſie ohne Ueberraſchung zu ihm auf, als müßte es ſo ſein. Es war Richard Santer.
Schweigend ſahen die beiden jungen Leute einan⸗ der Auge in Auge.„Ich muß Sie ſprechen, Martha“, ſagte Santer ruhig.„Werden Sie mir einige Augen⸗ blicke gönnen? Vor Allem bekenne ich Ihnen frei, daß es kein Zufall iſt, der mich hier mit Ihnen zuſammen⸗ führt. Seit vorgeſtern bin ich in Trier und habe Ihr Haus im Auge behalten, bis ſich mir endlich Gelegen⸗ heit bot, Sie zu treffen. Es würde mir nichts genützt haben Sie bei Ihren Verwandten aufzuſuchen, denn ich muß Sie ungeſtört ſprechen. Wollen Sie mich anhören?“
Schweigend gab das Mädchen ein bejahendes Zeichen.
„Erlauben Sie mir dann, Sie auf einem Gange 14*


