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kranken Gatten in Italien, deſſen warme Luft ſein Leben nur friſtete, aber nicht erhielt. Als ſie verwittwet heimkehrte, war ſie auch bereits kinderlos. Gräfin Pro⸗ kinska ſtarb jung in der Verbannung; ein Grab im fernen Sibirien war alles, was von der lebensvollſten Frau übrig blieb.
Der Graf beſtimmte ſeinen Sohn zur militäriſchen Laufbahn. Ehe Fedor als Offizier in die Armee ein⸗ trat, geſtattete ihm der Vater eine europäiſche Reiſe. Der neunzehnjährige Jüngling hielt ſich namentlich in Paris lange auf, wo er mit einzelnen ſeiner 1830— 34 geflüchteten Landsleute in Berührung kam. Es gab darunter mehrere, die mit ſeiner Mutter verkehrt hat⸗ ten, und ſie ihm nun als Märtyrin, als hochbegabte Natur ſchilderten. Je ſtrenger der Name dieſer Hinge⸗ ſchiedenen im väterlichen Hauſe ausgelöſcht war, deſto heißer wurde Fedor's Phantaſie für das Bild ent⸗ flammt, welches ihm begeiſterte Freunde von der ſchö⸗ nen feurigen Frau zeichneten. Er ſchloß ſich näher an jene Männer an, lernte ihr politiſches Glaubensbekennt⸗
niß theilen, und ward, gleich allen Proſelyten, Feuer
und Flamme für die neugewonnene Ueberzeugung. Als ein Verwandelter kehrte der junge Mann end⸗
lich, nach wiederholtem Ruf, zu ſeinem Vater zurück;
er hatte gelernt, ihn im Lichte eines, von der guten


