Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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Sache Abtrünnigen, als einen Ruſſenfreund und Lan⸗ desverräther zu betrachten. Das leidenſchaftliche Tem⸗ perament, welches er von der Mutter geerbt hatte, ließ

ihn mit ſeinen Meinungen nicht zurückhalten; er er⸗

klärte, nie in ruſſiſche Dienſte treten zu wollen. Es gab heftige Auftritte, welche tiefe Spannung zwiſchen Vater und Sohn zur Folge hatten, doch wurzelte dieſelbe mehr in Letzterem. Graf Prokinsky, der ſchon ſein Weib und ſein jüngſtes Kind durch gleiche Spaltung verloren

hatte, ſträubte ſich gegen die Vorſtellung, auch den ein⸗

zigen Sohn daran aufzugeben, und machte ſich höchſte Mäßigung zur Vorſchrift. Statt in die Armee einzu⸗ treten, begab ſich Fedor auf die Güter, und vertauſchte dieſen Aufenthalt, nach des Vaters eigenem Wunſch, nur ſelten mit einem anderen, zeitweilige Reiſen in das Ausland ausgenommen. Der Graf hoffte, daß Zeit und wechſelnde Eindrücke der, in ſo unerwünſchter Art aufgeſchoſſenen jugendlichen Energie eine andere Rich⸗ tung geben würden. Um den Sohn wieder perſönlich an ſich zu ziehen, kam er in Allem, was nicht den ſtrei⸗ tigen Punkt betraf, ſeinen Wünſchen entgegen.

Auf dieſe wohlbegründete Ueberzeugung hatte ſich denn auch Fedor's Zuverſicht gebaut, daß der Vater die Zuſtimmung zu einer von ihm getroffenen Wahl nicht verweigern würde. Er täuſchte ſich nicht, ward