Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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nommen und bevorzugt, und bald nach Fedors Eintreffen wurde die Verlobung des jungen Paares feierlich begangen, und der Tag der Hochzeit feſt⸗ geſetzt.

Während der Zeit, welche bis zu dieſem Traum verging, erfuhr Valeska aus dem Munde der, ihr täg⸗ lich größere Innigkeit zeigenden Fürſtin Vieles, wodurch ihr das, was ihr Fedor über ſeine Familienverhältniſſe vertraut hatte, erſt ganz verſtändlich wurde. Die Ur⸗ ſachen, welche den älteren Grafen zu ſo unerwarteter Bereitwilligkeit geſtimmt, dem einzigen Sohn die Ver⸗ bindung mit einer Namenloſen zu geſtatten, führten in ferne Vergangenheit zurück, in der ſchwere Kämpfe das Familienleben unterwühlt hatten. Der Fürſtin älteſte Tochter, Fedor's Mutter, lebte nur während der erſten Ehejahre mit ihrem Gatten in Warſchau, wo Graf Prokinski damals eine Compagnie des dort garniſoniren⸗ den Garderegimentes führte. Ueber die Urſachen früher Zerwürfniſſe zwiſchen dem Ehepaar ging die Fürſtin in ihrer Erzählung hinweg, nur das eine betonend, daß der Graf, in einer Petersburger Militäranſtalt des Kaiſers erzogen, Letzterem ganz und gar angehörte, einzig das Leben in der ruſſiſchen Hauptſtadt ſchätzte, und durch dieſe Richtung die junge Frau, eine Polin mit jedem Blutstropfen, in all ihren Sympathieen ver⸗