Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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Freunden des Hauſes als ſeine Braut vorgeſtellt hatte. Wie die Dinge nun ſtanden, durfte er ſeinem lieben Schützling mit freiem Herzen Glück wünſchen. Valeska ſelbſt war tief ergriffen. Wie ein Traum zog das Glück in ſeiner reizvollſten, nie ſo erhofften Geſtaltung in ihr Herz, ihr Leben ein. Nicht nur das Höchſte, was dem Menſchen werden kann, getheilte Liebe war ihr geworden, zugleich that ſich ihr auch das tief⸗ ſelige Gefühl auf, einer Familie wirklich zuzugehören. Von der erſten Stunde an, als Fedor's Großmutter, Fürſtin Koncewska, ſie zu ſich berief, und bald darauf mit ſich nahm, empfand das junge Mädchen einen nie gekannten tief ſympathiſchen Zug zu dieſer milden Frau, der ſichtlich getheilt wurde. In Blick und Ton der alten Dame lag ein Ausdruck wehmüthiger Zärtlichkeit, ſo oft ſie Auge und Wort auf Valeska richtete, und als ſie nach mehrtägiger Reiſe mit derſelben auf dem Gut des Grafen anlangte, durfte ſie ſich ſagen, daß ihr vom würdigſten Gliede der Familie bereits Herzens⸗ rechte eingeräumt worden. Ihre Stellung befeſtigte ſich wunderbar raſch. Der prüfende, etwas kalte Blick, womit Fedor's Vater bei erſtem Zuſammentreffen ihre Erſcheinung erfaßt hatte, wechſelte ſeltſam den Ausdruck, nachdem er ſie kaum geſehen. Sie ſah ſich als Tocher des Hauſes aufge⸗