Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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ſie, das Findelkind, hatte nicht einmal einen Vaters⸗ namen. Er ſchlug ihre Bedenken mit ſiegreicher Zuver⸗ ſicht nieder, und verſprach nicht nur, ihr bald den Be⸗ weis zu bieten, daß er Herr ſeines Willens, und kein Hinderniß ihrer Vereinigung zu fürchten ſei, ſondern vermochte auch Wort zu halten. Auf den Brief, wel⸗ chen er an ſeinen, gegenwärtig auf den Gütern leben⸗ den Vater richtete, traf raſche Antwort ein, die zwar keine unbedingte Zuſtimmung brachte, aber den Wunſch ausſprach, die Erwählte des Sohnes kennen zu lernen. Eine Einladung für Valeska, den Grafen Prokinsky zu beſuchen, wurde um ſo bedeutungsvoller, als Fedor's Großmutter, welche im Laufe der nächſten Zeit War⸗ ſchau auf der Durchreiſe nach Wilna berühren wollte, ſich zu gleicher Zeit erbot, das junge Mädchen ſelbſt zu ihrem Schwiegerſohn zu führen. Fedor ſollte dann den Damen folgen, ſobald er es wünſche.

Ddieſer Brief brachte Sonnenſchein in alle Gemü⸗ ther. Bankier Markus, dem der ältere Graf Prokinsky durch den Ruf als ſtolz und ſchroff bekannt worden, hatte trotz Fedor's Zuverſicht ſchwere Zweifel an der Einwilligung des Vaters gehegt, und ſehr ungern ge⸗ ſchehen laſſen, was er nicht ändern konnte: daß der junge Mann ſein Verhältniß zu Valeska von vorn herein als unwiderruflich angenommen, und ſie den