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auf Erden fühlte. Als ihr einziges, unveräußerliches Anrecht galt ihr nur die Kunſt; aber die Kunſt iſt eine Flamme, welche leuchtet, jedoch zugleich verzehrt. Im kaum bewußten Bedürfniß eines feſten Gleichgewichtes, raſtete ſie nicht mit ſtetem Aufmerken, Denken und Lernen.
Nach einem, in England verlebten Jahre war ſie wieder nach Warſchau zurückgekehrt, um dort ein paar Monate zuzubringen. Hier traf ſie ihr Geſchick.— Zuerſt kam das Glück! Wie oft gleicht es der Blüthe, die als lächelnder Bote der Frucht vorangeht— wer, der ſie in ihrer Friſche leuchten ſieht, wüßte zu ſagen, ob ein Sturm ſie knickt, oder ob die Sonne wirklich erhoffte Früchte reifen läßt?
Valeska und Fedor lernten ſich kennen.— Blitz⸗ ſchläge der Leidenſchaft ſind Ausnahmen; aber ſolche Ausnahmen gehören dem Leben zu. Beide, tief ver⸗ wandte Naturen fanden ſich von der erſten Stunde an; ſie glühten und liebten, wie es Tauſenden nie, und den dazu Erwählten nur einmal im Leben ge⸗ ſchieht. Wie ein jauchzender Bote ging die Liebe der Erfüllung voraus, ohne Sorge noch Zweifel! Wohl äußerte Valeska letztere, als der Geliebte ſein Herz in Worten gegen ſie ausgeſtrömt hatte. Fedor Prokinsky gehörte einer der erſten Familien des Landes an—


