Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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die ihm jetzt, wie ſpäter übergebenen Summen unter ihrem Namen in ſeine Bücher ein.

Nun erſt, im Gefühl errungener Selbſtſtändigkeit, fühlte ſich Valeska in dem Hauſe, das für ſie die ein⸗ zige Heimath war, wirklich wohl. So oft ſie ſich eine Pauſe in ihrem Wanderleben gönnte, ward ſie nicht allein von Markus, ſondern von dem ganzen Kreiſe ſeiner Freunde mit lebhafter Freude willkommen ge⸗ heißen. Ihr Erſcheinen gab für das Haus des bejahrten Wittwers ſtets das Signal zur anregendſten Geſellig⸗ keit, deren Stern und Mittelpunkt die junge Künſtlerin war. Ihr ſelbſt wurden dieſe Monate der Ruhe zu hohem Genuß; während derſelben durfte ſie auf mu⸗ ſikaliſchem Gebiete einzig ihrem Genius folgen, und arbeitete zugleich raſtlos an ihrer geiſtigen Ausbildung. Das Bewußtſein ihrer Einzelſtellung erhöhte den ihr natürlichen Drang, ſich alle Quellen des Lebens zu er⸗ ſchließen. Jeder, von natürlichen Banden abgelöſte Menſch wird dem Leben mit einem inneren Gefühl der Nothwehr gegenüber ſtehen, ſelbſt dann, wenn ſeine Einſamkeit freiwillig iſt; wie viel mehr galt dies von dem kraftvollen, und doch echt weiblichen, deshalb reiz⸗ baren Charakter des Mädchens, die nie erfahren hatte, was Familienrechte bedeuten, die ſich inmitten aller Erfolge, aller Liebe dennoch tief einſam und wurzellos