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dunkeln Augen ſprühten, um die blaſſen Lippen lagerte ſich ein Zug eiſernen Willens. Das Mädchen hatte es mir bereits ſo ſehr angethan, daß ſie Macht über mich bekam; ich beſchloß nachzugeben, obgleich mir ſtarke Zweifel aufſtiegen, ob ich das verantworten könnte. Ihre letzten Worte hatten mich auf die Vermuthung gebracht, daß ſie mit dieſem räthſelhaften Fedor ver⸗ heirathet ſei. Selbſt in dieſem Falle ſchien es aber räthlich, Zeit und ihr Vertrauen zu gewinnen, um dann vielleicht Ausgleichung der offenbar zerrütteten Verhältniſſe zu verſuchen.
Sobald Valeska meine Zuſage hatte, wurde ſie ruhig, und beſprach mit Umſicht, was zunächſt zu be⸗ rückſichtigen war. Vor Allem handelte es ſich darum aus der Stadt zu kommen, was gar keine einfache Sache war; wir lebten im Jahre 1849, die rheiniſchen Feſtungen waren armirt, deshalb die Thore von neun Uhr an geſchloſſen. Während Valeska ſich rüſtete, be⸗ gab ich mich nach der Kommandantur, um mir zum Durchgang des Thores eine Paßkarte zu verſchaffen, die ohne Schwierigkeit ausgehändigt wurde, nachdem ich mich legitimirt, und zugleich das Recht erworben hatte, eine, von mir noch zu wählende Pflegerin mit mir zu nehmen. Der Vorwand, eiligſt zu einem Schwer⸗ erkrankten zurückberufen zu ſein, diente hier, wie im
Godin, Frauenliebe und Leben. III. 2


