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im nächſten Augenblick ſelbſt über dieſe Idee, dennoch beſchloß ich aufzupaſſen, und rückte meinen Stuhl. Zwei Nummern lagen zwiſchen dem eben gehörten und dem nächſten Vortrag der Künſtlerin. Sie ſpielte nun eine der träumeriſchen Phantaſieen von Ernſt, und riß mich ſo hin, daß ich den Gegenſtand meiner Beobachtung darüber vergaß, und ganz Ohr war; plötzlich drängte ſich aber der Fremde ſelbſt der ver⸗ ſäumten Aufmerkſamkeit entgegen. Er trat mitten im Spiel entſchloſſen hinter dem Pfeiler hervor, und ſtellte ſich in auffallender Weiſe an einen etwas iſolirten Platz. Erſt jetzt überſah ich den ungewöhnlich hohen Wuchs, den energiſchen, charaktervollen Kopf vollſtändig. Er verſchlang die Künſtlerin mit den Augen; könnten Blicke verbrennen und verzehren, ſo hätte ihr das geſchehen müſſen. In ſeinem Anſchauen lag jedenfalls jener ſelt⸗ ſame Magnetismus, den wir Alle ſchon erfahren haben — Valeska's Augen hoben ſich plötzlich von ihrem In⸗ ſtrument empor und trafen mit den ſeinigen zuſammen. Flammen lohten über ihr Geſicht, während das ſeine weiß und blutlos wurde, wie das eines Todten. Den Körper etwas vorgebeugt, den Blick zunverwandt auf den Fremden gerichtet, ſpielte ſie weiter, bis das Feuer auf ihren Wangen mit einem Male erloſch; ein ſchriller Ton des Inſtruments, dann entſank der Bogen der


