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Widerſpruch Recht behalten, wenn der Flatterſinn, den ſie Erich damals vorgeworfen, die heftige Neigung eines Moments bereits verweht— wenn er ſich in⸗ zwiſchen ſogar einer Andern zugewendet hätte! Faſt ein Jahr war vergangen, ſein Schweigen, das ſie ihm als Unterwerfung ſo hoch angerechnet, konnte weit an⸗ dere Urſachen haben. Und daheim harrte Litta, das Herz voll Glück! Die Glorie einer ſegenſpendenden Gottheit, worin ſie ſelbſt dem Sohne zu erſcheinen ge⸗ glaubt, wich plötzlich dem Bewußtſein, daß alles Pla⸗ nen, Opfern und Geben in einer höheren Hand ruht. Wie erſtarrt richtete ſie ihre erſchrockenen Augen auf ihn und ſagte nach langer Pauſe tonlos:„Was höre ich?“
Erich blickte ernſt.„Es wäre beſſer geweſen, dies ruhen zu laſſen“, ſagte er mit Ueberwindung.„Das Alles liegt hinter uns und ſollte nicht wieder zur Sprache kommen. Nun es geſchehen— nur Eins! Ich will mich nicht mit falſchem Verdienſt Dir auf⸗ putzen, Mutter. Du haſt es nicht dem gehorſamen Sohne zu danken, daß frühere Wünſche und Pläne aufgegeben ſind. Ich bin zur Erkenntniß gekommen, daß mich von ihnen mehr trennt als nur Dein Wille.“
Sie erfaßte ſeine Hand.„Sprich aus!“ In ihrem Ton lag etwas, das ihn tief berührte, das über⸗


