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die Arme ihres Gatten gelegt, hatte ſie keinen ſelige⸗ ren Augenblick gefeiert als das Wiederſehen, das Gott ihr heute beſcheerte! Der Neugeſchenkte lag an ihrer Bruſt, ſeine Arme umſchloſſen ſie mit aller Kraft der Liebe, voll Stolz und Wonne ruhte ihr Auge unab⸗ läſſig auf dem gebräunten, ſtattlichen Kriegsmann, der tauſend Gefahren getrotzt, aus tauſend Gefahren ihr gerettet war. Sie blickte ihn an, als hätte ſie ihn nie geſehen, als wäre jedes Härchen auf ſeinem Haupte eine Gabe des allgütigen Schützers— wie viele Müt⸗ ter trauerten und klagten, im Geiſte hingeworfen über einen Hügel, den ſie nicht einmal kannten! und ſie be⸗ ſaß noch das Glück, den Stolz, die Wonne ihres Le⸗ bens, führte den Erben ihres Hauſes triumphirend ſeiner Heimath entgegen! Tauſend Fragen kreuzten ſich, während Mutter
und Sohn dahinrollten, dieſer lieben Heimath zu; je näher ſie aber derſelben kamen, deſto lebhafter wuchs
in der Gnädigen die Ungeduld, endlich die brennendſte aller Fragen an ſich gerichtet zu hören. Daß Erich in der gegenwärtigen Stunde, wo beider Herzen ſo ſtür⸗ miſch ſchlugen und ihr volles Recht begehrten, Litta nennen würde, ehe er die Schwelle überſchritt, welche dieſer Name ihm einſt verſchloſſen, erwartete ſie mit
Beſtimmtheit. Ihre ganze Spannung richtete ſich nur


